DIÖZESANVERBAND DRESDEN-MEIßEN

Unsere Themen

Projektvorstellung

Das Projekt „Neue FrauenOrte in der Kirche “ in den Ost-Diözesen ist Teil eines bundesweiten innovativen kfd-Projektes. Es hat zum Ziel, „Orte“ für Frauen zu initiieren, die religiös auf der Suche sind. Das Kennenlernen einer christlichen Spiritualität, aus der das Leben gestaltet werden kann, und das Erleben einer Gemeinschaft von Frauen bieten den Rahmen für neue Entwicklungen. Dabei werden die Lebensumstände insbesondere junger Frauen – die vielfältigen Herausforderungen verschiedener Lebensentwürfe, die säkularisierte Lebenswelt und neue Formen der sozialen Kommunikation und Interaktion berücksichtigt.

Im Rahmen des Projektes werden ehrenamtlich arbeitende kfd-Mitglieder in den ostdeutschen Diözesen dabei unterstützt, Interessentinnen für entsprechende Gruppen bzw. Netzwerke zu finden. Dieses Projekt wird in enger Kooperation mit dem kfd-Bundesverband und dem kfd-Netzwerk Ost (kfd-Diözesanverbände Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz und Magdeburg) realisiert und durch das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken e. V. gefördert. Projektleiterin ist Juliane Ebner, zu erreichen über: Juliane.ebner@kfd.de.

Wo sind bei uns Frauenorte in der Kirche? Was ist zu tun?

Flyer "Frauenorte-DV-Dresden-Meißen"
(PDF zum Herunterladen, hier klicken)

 


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Das Purpurkreuz

Das Purpurkreuz ist das kfd-Symbol für die Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche. Mit dem Purpurkreuz erinnert die kfd an Lydia, die erste europäische Christin und knüpft an die Würde an, die bei hohen kirchlichen Amtsträgern damit verbunden ist.

Deshalb tragen kfd-Frauen ein kleines Purpurkreuz am Kragen.

 

 

 

Foto: Angelika Pohler


 

 

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Weltgebetstag (WGT)

Immer am 1. Freitag im März engagieren sich Frauen für ökumenische Gottesdienste, rund um den Globus, in 113 Sprachen. Sie erreichen mehr als zwei Millionen Menschen, die mit ihren Spenden Frauen und Mädchen weltweit unterstützen.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg feiern Frauen den Weltgebetstag. Gemeinsam machen sie sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Der Weltgebetstag verbindet Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Was vor 130 Jahren in Nordamerika begann, wurde mit der Zeit zur größten ökumenischen Basis-Bewegung christlicher Frauen.

 

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TAG DER APOSTELIN JUNIA

Der Predigerinnentag in der kfd

Der 17. Mai als Tag der Apostelin Junia ist für die kfd ein Tag, Geschlechter-gerechtigkeit in der Kirche anzumahnen und dafür einzustehen, dass Menschen, die nicht geweiht sind, und damit auch Frauen sich gleichberechtigt an der Verkündigung beteiligen können – auch in einer Eucharistiefeier.

Maria Ruby, Geistliche Leiterin der kfd Dresden-Meißen
predigt am Junia-Tag 2021 in der Propsteikirche Leipzig
Foto: Anastasia Schindler

Schon seit dem Jahre 2020 feiert die kfd am 17. Mai, dem Gedenktag der Junia, den Predigerinnentag. 12 Frauen aus 12 Diözesanverbänden predigen an 12 Orten, meist in Eucharistiefeiern. Am 17. Mai 2021 haben wir uns in Leipzig an dieser Aktion beteiligt.

Wir hoffen, dass derartige Aktionen zu Veränderungen in der Kirche beitragen und wir so weiblichen Charismen im Verkündigungsdienst jetzt schon erleben können.

"Nur wenn alle Charismen gelebt werden, kann die Kirche sich erneuern und zu dem werden, wozu sie bestimmt ist: Der Wirksamkeit und Liebe Gottes in der Welt Raum zu geben und sie zu gestalten."

(Positionspapier "gleich und berechtigt", S.6)

Am 17.Mai 2021 in der Propsteikirche Leipzig Foto: Anastasia Schindler

Von Junias zu Junia

Der Gedenktag der Apostelin Junia für den Predigerinnentag ist nicht zufällig gewählt. Durch einen Übersetzungsfehler in der Bibel dachte man jahrhundertelang, es handele sich um Junias, einen Mann. Dieser Fehler wurde in der neuen Einheitsübersetzung von 2016 korrigiert; aus Junias, dem Mann, wurde endlich wieder Junia, die Frau.

Ein einziges Mal wird Junia in der Bibel erwähnt: "Grüßt Andronikus und Junia, die zu meinem Volk gehören und mit mir zusammen im Gefängnis waren; sie ragen heraus unter den Aposteln und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt." (Röm 16,7)

Bereits 1978 wies die US-amerikanische römisch-katholische Theologin und Hochschullehrerin Bernadette Joan Brooten auf den Übersetzungsfehler hin. Bis er getilgt wurde, dauerte es 38 Jahre.

Junia wird im Römerbrief klar und deutlich Apostelin genannt. Für Ulrike Göken-Huismann ist dies ein frühes Beispiel geschlechtsspezifischer Ungleichbehandlung, das die politische Komponente der Aktion betone.

"Ich verstehe unsere Aktion auch als Beitrag der kfd zum synodalen Weg der Kirche in Deutschland: Die Rücknahme des Predigtverbotes für Lai*innen in der Eucharistiefeier wäre ein kleiner, aber wichtiger Schritt im Hinblick auf die notwendige Erneuerung der Kirche."

 



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Allianz für die Schöpfung – eine Initiative des Katholikenrates Dresden-Meißen

Wir als Verband sind angesprochen uns über die Bewahrung der Schöpfung und die nächsten Generationen Gedanken zu machen und aktiv zu werden. Es geht darum, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und sich für eine faire und ökologische Beschaffung einzusetzen.

Wir stehen in der Pflicht, der zunehmenden Bedrohung von Umwelt, Klima und Artenreichtum etwas entgegenzusetzen, wenn wir unseren Kindern und den nächsten Generationen nicht jetzt schon die Lebensgrundlage entziehen wollen.

Wir kfd Frauen, die als Haus- Familien- und Wirtschafts-Frauen sich der Erhaltung unserer Schöpfung verpflichtet sehen und tag-täglich ihren Beitrag leisten, mit den natürlichen Ressourcen sorgsam umzugehen, ist es eine Selbstverständlichkeit dieses Projekt im Bistum mitzutragen.

Dabei wollen wir bei unseren Veranstaltungen auf Plastik verzichten und Müll vermeiden, regionale Produkte verwenden. Dies heißt, im Vorfeld alles zu bedenken um die richtigen Schritte zu tun.

Der Katholikenrat des Bistums Dresden-Meißen hat zur „Allianz für die Schöpfung“ aufgerufen und wir, die kfd ist als Erst-Unterzeichnerin dabei.

Als Mitglieder der Allianz verpflichten wir uns – persönlich oder als Institution:

  • durch eine veränderte Lebensweise und einen veränderten Lebensstil zu einem nachhaltigen Schutz des gemeinsamen Hauses – der uns anvertrauten Erde – beizutragen

  • durch konkretes und umsichtiges Handeln den Verbrauch von Ressourcen zu reduzieren und uns an der Senkung der Emission von Treibgasgasen zu beteiligen

  • die Verantwortung der Konsumentinnen und Konsumenten für die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung bewusst zu machen und unseren eigenen verbrauch an sozialer Gerechtigkeit auszurichten

  • durch politisch-gesellschaftliches Engagement Maßnahmen für die Fortsetzung der Energiewende in Deutschland zu unterstützen und verpflichtende internationale Vereinbarungen zu fordern, die die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzen

  • für die Bewahrung der Schöpfung zu beten sowie durch eine Schöpfungsspiritualität die Schönheit und den Wert der geschaffenen Welt zu entdecken und im Jahreskreis zu feiern

  • durch vorbildhaftes Wirken als Salz der Erde und Licht der Welt in die Gesellschaft hinein zu wirken

 

5. Sept. 2020 – Ausrufung der „Allianz für die Schöpfung“ für das Bistum Dresden-Meißen
in der Kirchgemeinde Coswig
Foto Stephanie Hauk


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Volle Gleichberechtigung

"Unter allen Gläubigen besteht, und zwar aufgrund ihrer Wiedergeburt in Christus, eine wahre Gleichheit in ihrer Würde und Tätigkeit, kraft der alle je nach ihrer eigenen Stellung und Aufgabe am Aufbau des Leibes Christi mitwirken." (can. 208 CIC) (1983)

Mit Nachdruck fordert die kfd die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche und den Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern. Nachdem diese Forderung 1999 in den „Leitlinien“ zuerst erschienen war, aber auf Druck der Bischofskonferenz wieder entfernt werden musste, wurde in der kfd weiter an den Themen gearbeitet.

Im Leitbild von 2008 wird von einer „gerechten Teilhabe“ gesprochen; die kfd war an den Beschlüssen des Osnabrücker Kongresses „Frauen in kirchlichen Ämtern. Reformbewegungen in der Ökumene“ beteiligt. Dieses Engagement mündete 2019 in dem einstimmigen Beschluss des Positionspapiers gleich und berechtigt durch die kfd-Bundesversammlung.

Die kfd ist der festen Überzeugung, dass eine wirkliche Erneuerung der Kirche Jesu Christi nur gelingt, wenn Frauen alle Dienste und Ämter in der Kirche offenstehen."


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Ökumene bewegt Frauen - Frauen bewegen Ökumene

Zum Selbstverständnis der kfd gehört das ökumenische Handeln genauso wie der immer wieder formulierte Wunsch nach deutlicheren Fortschritten hin auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen.

Die kfd ist davon überzeugt, dass die christlichen Kirchen ihren Auftrag nur erfüllen können, wenn dabei die Sichtweisen, Erfahrungen und Kenntnisse von Frauen gleichberechtigt zum Tragen kommen. Von daher sind dem Verband der Beitrag und die Perspektive der Frauen in der ökumenischen Bewegung besonders wichtig. Frauen haben das ökumenische Handeln und Denken von Beginn der Reformation bis heute mit beeinflusst.

Im langjährigen Engagement und bewährter Praxis für den Weltgebetstag und auf Bundesebene mit der Mitarbeit im Christinnenrat und im Ökumenischen Forum Christlicher Frauen Europa ist die kfd national und international vertreten.

Ökumenischer Scherbenkorb
Foto: Angelika Pohler


 

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Nah dran

Beilage der kfd-Diözesanverbände Berlin, Erfurt, Dresden-Meißen, Görlitz und Magdeburg zum Mitgliedermagazin "Junia"

Starke Frauen werden in diesem Heft vorgestellt: 

Auf den Spuren der seligen Hildegard Burjan

Helga Weise, eine beeindruckende Frau

Edith Stein, eine Märthyrerein des 20. Jahrhunderts

eine Politikerin aus Sachsen-Anhalt, Steffi Lemke

unermüdlich aktiv für die kfd, Elisabeth Meyer

 

 

Anstehende Veranstaltungen